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Der sexuelle Höhepunkt an sich ist ein recht unspektuläres Ereignis. Nichts, wofür es sich wirklich aufzustehen lohnt. Warum dennoch Myriaden von mehr oder wenigen jungen Hengsten nichts besseres zu tun haben, als allwochenendlich, mit Becks und Vottek Bull bewaffnet, auf die Pirsch zu gehen und nicht minder junge Frisösen abzuschleppen, nur dieses netten, aber unspektakulären Ereignisses wegen, liegt sicherlich nicht nur an dem Unwissen darüber, dass Beischlafgehilfinnen viel bequemer via Internet zu ordern sind, sondern vielmehr an einem grundlegenden Missverständnis darüber, was Spaß sein kann. Auch wenn ich den ein oder anderen Nachwuchsstecher enttäuschen mag: Selbst wenn ihr zwei ostdeutsche Superschlampen mit kostengünstigem Vottek Sprite abfüllt und mit ihnen anschließend das Kamasutra rauf- und runterknattert, es wird einfach nicht großartig spannender.

Die Philosophie hielt jüngst wieder Einzug im BBV und so möchte ich auch einmal einen der großen Köpfe der Geistesgeschichte bemühen – nein, nicht Nietzsche, auch wenn man beim alltäglichen Waten durch diesen Ozean der Uneigentlichkeit ein Verständnis dafür entwickeln könnte; man beachte den sozialverträglichen Konjunktiv; warum sich Zarathustra lieber in drei Kilometer Höhe den Arsch abgefroren hat, statt sich unters müfflige Partyvolk zu mischen, so ist das Problem, weniger von Nietzsche, sondern vielmehr seiner failenden Rezipientenschaft, dass jeder in den Zeilen, die er zu verstehen glaubt, das zu lesen vermag, was er schon immer wusste. Warum sonst fliegen dummdödelige 19-jährige Gymnasialsatanisten so auf Nietzsche? Man kann halt ohne große Anstrengung ziemlich viel drin lesen, sich wie der neueste Mensch vorkommen und trotzdem keinen Schimmer haben, ohne dass es einer merkt. Ein paar Heraklit-Fragmente, zwei Zitate aus dem Zarathustra, allenfalls noch der fröhlichen Wissenschaft, und schon ist die Sache mit dem Weltbild gelaufen.

Viel spannender ist doch da der dritte in der Reihe, Martin Heidegger, dessen erster großer Fehler der mit Hannah Arendt war, denn schön ist echt was anderes, der aber auch sinngemäß sagte bzw. schrieb: Das Dasein entwirft sich auf seine Möglichkeiten des Sein-Könnens hin. Und das merkt man dann auch, oder wie wir als Lausbuben beim fröhlich-ausgelassenen Tollen und Treiben durch die sonnendurchfluteten Gassen unserer Heimatstadt sangen: Lalala, bitte erschießt mich, wenn ich jemals so werden sollte, tralala, pfeif.

Während der Mensch bei Nietzsche noch zum Übermenschen mutierte, bei Adorno zum Konsumenten, bei Kierkegaard über verschlungene Wege zu Gott zurück fand, bei Jaspers grandios scheiterte und bei Camus den so liebenden, wie rebellischen Stinkefinger zeigte, getreu dem Neruda-Zitat: Umherirrend geh ich durch die Welt, die ich liebe, ist er bei Heidegger erst einmal vor sich selbst gebracht, um endlich mal die Grundlagen der ganzen Seinsscheißerei zu klären.

Was das alles mit Sex und dem Ausgangsthema zu tun hat, ist mir auch nicht mehr ganz klar, aufgrund der Defektheit der Scroll-Taste werde ich aber nicht nachschauen. Es hatte wohl etwas mit der paradox anmutenden Situation zu tun, dass gerade den Leuten, die von sich meinen, sie würden das Leben voll auskosten, im Hier und Jetzt alles herausholen, als gäbe es kein Morgen, dass gerade diesen Leuten so oft nicht besseres einfällt, als Frisösen wegzuknattern und öde House-Parties zu feiern. Ein einziges Abfeiern der Mediokrität: Hurra, wir sind Durchschnitt!

Das Problem bei der ganzen Angelegenheit ist nämlich, und da gibt’s wieder einmal deftigste Lebenshilfe vom Sharkboy: Es gibt ein Morgen. Es gibt auch ein Übermorgen und Überübermorgen und irgendwann stehst du vorm großen Himmelstor und auf die Frage vom ollen Petrus, was du denn so angestellt hättest, ratterst du dein ach so aufregendes Leben runter, holst dir noch einen auf die drei Grad runter, die es vielleicht vom Durchschnitt abgewichen ist, und der olle Petrus, meinetwegen auch Odin oder im schlimmsten Fall Buddha, ich will mich da nicht ans Kreuz nageln lassen, gnihihi, drückt dir dann dein Schild in die Hand, stempelt dir ein fettes Fail auf die Stirn und bringt noch ein paar knackige Nietzsche-Zitate von den Viel-zu-vielen und Überflüssigen, was andererseits schon sehr absurd wäre, weil die Überflüssigen bei Nietzsche ja auch eher die sind, … - aber lassen wir das Thema. Heutzutage wird man ja ganz schnell weggebombt, wenn man sich da zu weit vorwagt.

Kommen wir also zurück zu Heidegger und den Fickbolzen mit Kackfrisur, die in einem doch immer wieder dieses Nena-Feeling aufkommen lassen, dieses Berlin-White-Trash-Gefühl – du sitzt da mit irgendwelchen semi- bis gar nicht erfolgreichen Künstlern oder Irgendwas-mit-Medien-Heinis, denen irgendwie irgendwo irgendwann mal jemand ganz kräftig ins Hirn kotiert hat, und du denkst dir die ganze Zeit: Aua, kann die nicht mal einer totmachen?

Schlägst morgens die Zeitung auf, liest eine wohlwollende Kritik über eine neuerliche Bibelinszenierung und dir fällt wieder ein, dass du doch gestern zwei Stunden damit zugebracht hast, dem Regisseur von dem Stück zu erklären, dass Bereschit und Septuaginta nichts zum Essen sind. Da lernste was für’s Leben. Und ich wette, die sitzen heute noch da und machen den gleichen langweiligen Schwachsinn, den sie schon damals gemacht haben. 20 Jahren Koksorgien auf dem Behindertenklo und kein Ende in Sicht, jedenfalls keines, auf das zu warten, ich meine Zeit verschwenden will.

Was haben wir heute also wieder wichtiges fürs Leben gelernt? Genau! Das Leben ist nicht dazu da, um Spaß zu haben. Oder um Martin Heidegger zu zitieren: House-Musik suckt mal sowas von. Im entschlossenen, verstehenden Vorlaufen kommt das Dasein auf sich selbst. Worauf das Dasein beim fröhlichen Frisösen-Knattern im 4/4-Takt kommen soll, ist mir ein Rätsel.

Ach, und ich soll ja mehr über Poker schreiben: Bin mal wieder phätt up, bestimmt 200k oder so. Hab nicht nachgezählt. Hab überlegt, alles auszucashen und mit 50 Bucks wieder neu anzufangen, weil irgendwie kickt’s schon lang nicht mehr. Spiel neuerdings auch nur noch rückwärts mit den Füßen, weil dann wenigstens ein paar Missclicks zustande kommen, die wie schlechtes Play aussehen und etwas Spannung ins Spiel zaubern.

Geht aber ziemlich auf die Beinmuskulatur und meine Mutter guckt immer so komisch, wenn sie zum Aufräumen ins Zimmer kommt. Ich wart noch drauf, dass sie irgendwann fragt: Sag mal Mario, onanierst du gerade oder was? Denkt die sich auf jedsten. Muss mir noch einen kewlen Spruch überlegen, wenn sie das wirklich mal macht.

Vielleicht sollte ich einfach ausziehen. Aber so selbst Kühlschrank bestücken und mit den ganzen Lowrollern beim Hartz4-Aldi in die Schlange stellen, ist jetzt echt nicht so mein Ding. Ich mein: Hallo? Neulich mal draußen gewesen? Wenn ich so hässlich wär und sowieso schon jede Woche beim Aldi an der Kasse steh, dann würd ich mir doch wenigstens mal eine Extra-Tüte kaufen, drei Löcher für Augen und Mund reinschneiden und die Welt zumindest ein Stück weit schöner machen. Manche Leute sind mal sowas von unsozial. Aber so ist unsere Gesellschaft. Alles selbstverliebte Egozentriker, die sich keinen Deut drum scheren, dass den Leuten in der Schlange hinter einem grad das Frühstück hochkommt.

Frag mich immer, wie der Heidegger das damals geschafft hat. Der hat bestimmt immer die Arendt zum Einkaufen geschickt. Ich mein, welchen Grund kann es sonst geben, sich sowas ins Haus zu holen, weil schön ist echt was anderes.

Also sprach
euer Invisiblesharkboy


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Da endlich Seeberger den Part mit den schlechten Gags übernommen hat, kann ich mich wieder tiefgründigeren Themen zuwenden. Aus aktuellem Anlass, der fremdschnackserlnden Ex-Freundin eines recht bekannten BBV-Mods, habe ich einmal ein paar grobe Gedanken zum Thema skizziert, die euch jungen Lowrollern vielleicht die ein oder andere Zukunft einfacher oder zumindest verständlicher gestalten werden.

In einer Beziehung kommt es irgendwann zu einem Punkt, an dem einer der Partner dem anderen untreu wird. Zumeist ist es die Frau. Der Grund hierfür ist so schlicht wie sie selbst. Eine Frau kann mit Realität nichts anfangen. Ihre Welt ist die Seifenoper. Während ein Mann sich selbst genügt, ist sie dazu außerstande. Zeit ihres Lebens ist sie auf der Suche nach Drama, nach tiefen Gefühlen, nach Herzschmerz und Kitsch. Wie so viele will sie nichts Schlechtes, allein sie kann nicht anders, da ihr Handlungsspielraum aufgrund ihrer emotionalen und kognitiven Konstitution eingeschränkt ist. Sie ist Spielball ihrer eigenen Unzulänglichkeiten und albernen Bedürfnisse.  

Eine Beziehung wird für eine Frau immer irgendwann langweiliger Alltag sein. Niemand kann irgendetwas dagegen tun. Einfach mal dasitzen und Fresse halten, ist einfach nicht drin. Da bedarf es dann nicht einmal der aktiven Suche. Sobald die Bereitschaft erwacht, diesem Alltag zu entfliehen, ist sie schon bereit, selbst für den schmierigsten Zivilversager die Beine breit zu machen, wenn er ihr nur ordentlich was vom Pferd erzählt und ihr das gute, alte GZSZ-Feeling zurückbringt. Jemand, mit dem sie reden kann, der sie versteht, der ein wenig Action in ihr Leben bringt, der ein wenig den Duft der großen Welt verströmt - den ganzen platten Scheiß eben, den man machen muss, bevor sie einen an ihre Schlüppa lässt.

Man nannte mich schon oft kalt, ungerecht, zynisch, ja menschenfeindlich, doch aus mir spricht nur die nackte Erfahrung. Ich kenne viele Schlampen und keine hält sich dafür. Sie fühlen sich emotional unterfordert, missverstanden, nicht ernst genommen, ungeliebt. Bullshit. Die Welt der Erwachsenen ist halt nicht mehr der Sportunterricht der sechsten Klasse, in dem die Fetten und Dürren noch zwei Punkte angerechnet bekamen, wenn sie sich nur bemühten. Verhält sich eine Frau wie eine Schlampe, ist es mir gleich, womit sie es entschuldigt. An ihren Taten sollt ihr sie messen.   

Was haben mich Frauen schon beschissen und was hab ich mich schon mit Frauen verlustiert, die zwischendurch noch kurz ihren Ehemann angerufen haben, um ihm mitzuteilen, dass sie heute später kommen würden, mit Mädels, die abends im Bett auf die Frage, was wir morgen unternehmen würden, antworteten: Ich kann nicht, mein Freund kommt. Gott, da waren Frauen darunter, von denen man denken sollte, dass ohne Harvard-Diplom und Levinas gesammelte Werke im Bücherschrank gar nichts läuft. Und dann liegst du doch mit ihr in der Kiste und fragst dich vergebens, wo der Unterschied zu Anja besteht, der allzeit bereiten Dorfmatratze aus deiner Jugend.

Merkt euch das fürs Leben und macht euch bloß keine Illusionen. Sobald die Beziehung ein Jahr, zwei Jahre währt, wechselt eure Freundin in einen Modus, in dem jeder Lappen, der nur ein wenig auf Cap America macht, gute Chancen auf ein paar tiefe Einblicke hat. Sie kann nicht anders. Das ist ihre Natur, die Natur der Seifenoper. Eine Frau lebt nicht in der Realität. In ihrer Welt hat sie allenfalls eine Affäre, ist aber niemals einfach nur eine gelangweilte Mutti, die sich vom nächstbesten Laberheinz durchnudeln lässt. Es ist billig, platt, irgendwie wtfesk, aber es hat schon seinen Grund, dass die Nobelpreise immer nur an Männer gehen.

in diesem Sinne ihr Lowroller
euer InvisibleSharkboy


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Wenn du eines Tages mit deiner Freundin in einem Café sitzt, zwischen Tischen voll sehr studentisch aussehender Studenten, zwischen Typen, die Malte, Sören, Raul oder Elise heißen, wenn deine Freundin bei dieser schon sehr gewagten Möblierung deiner akuten Umwelt auf einmal vor sich hin und noch mehr aufbraust, während du so absolut keine Ahnung hast, wovon und worüber und überhaupt und so, wenn das passiert, dann bist du mittendrin in der Seifenoper.

Die Seifenoper ist ein Ort, an dem du nicht sein willst, ein Ort, der einfach nur abgrundtief dämlich ist. Er hat keinen Nutzen. Er existiert aus sich selbst heraus und bringt sich immer wieder selbst ans Leben. Er will dich zwingen, Dinge zu tun, die du nicht tun willst. Er will, dass du deine Zeit auf etwas verschwendest, das dämlich und massiv gay ist. Er ist wie Konstantin Wecker, der schwitzend über sein Piano schwoft und singt: Ich möchte kein Abziehbild sein. WTF?

Meine zu anderen Zeiten aufgewachsene Großmutter sagte immer: Wenn du etwas nicht ändern kannst, dann schlag es tot oder geh woanders hin. Du kannst Konstantin Wecker nicht totschlagen. Das ist verboten, per Gesetz. Aber es zwingt dich auch niemand, zu seinen Konzerten zu gehen. Du kannst umschalten, wenn er im Fernsehen auftritt. Du kannst die Straßenseite wechseln, wenn er dir begegnet. Du kannst ganz einfach Minimal-Techno hören...

 

 

in diesem Sinne ihr Lowroller
InvisibleSharkboy


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Immer wieder erreichen mich Zuschriften, ja man möchte fast sagen: Hilferufe aus der Community. Neben dem üblichen „Bin broke, hassu mal 10 Dollers für mich?“ und „Hi, Apö hier, du wolle kuschee awek moa?“ gibt es immer wieder ein Thema, das vielen PokerStrategy-Membern auf der Seele brennt: Wie finde ich eine fette Freundin? Am besten eine, mit der man noch so voll gut über irgendwas reden kann und über sich selbst lachen und auch mal voll seine sensible Seite ausleben kann.

Natürlich ist es nicht ganz leicht, dazu etwas allgemein Gültiges zu schreiben, denn jede Frau ist auch irgendwo total unheimlich anders du, ne? Du, das ist auch voll wichtig und gut so, hey denn die Welt wär doch mal voll langweilig du ohne so total unheimlich anders seiende Frauen.

Die Frauen von heute sind nicht einfach mehr nur irgendwelche Semimenschen, deren Welt eine einzige Seifenoper voll supidufter Characters ist und denen man irgendwo irgendwann ein bisschen was vom Pferd erzählt, Respekt und Interesse vorheuchelt, um anschließend zu schauen, wie weit sie gehen, wenn man sie besoffen macht. Die Frauen heutzutage sind selbstbewusste, zukunftsorientierte Powerfrauen und supidufte Characters dazu. Die nehmen ihr Leben mal sowas von selbst in die Hand, dass es brummt. Hey die können richtig was. Fett werden zum Beispiel.

Und da liegt der Schlüssel zur ganzen Problematik. Im Prinzip ist das Finden einer fetten Freundin nämlich gar nicht mal so schwer. Alles, was du tun musst, ist, vor die Tür zu gehen. Den Rest erledigt die Zeit.

Ja, das war’s schon wieder mit der praktischen Lebenshilfe, ihr Lowroller
Euer InvisibleSharkboy


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Ey was geht ab? Schau ich auf die aktuelle Vote. Kriegt der Pro-Blog fünfmal mehr Klicks als der BBV-Blog. Hallo? Ey kommt mal klar ey. Nur weil da Pro drauf steht, heißt das noch lange nicht, dass da Pro drin ist. Ey die spielen Fixed Limit und sowas. Hallo? Kann mich nicht erinnern, dass auch nur einer von diesen „Pros“ jemals was gegen mich reißen konnte.

Kein Wunder, dass die jetzt alle auf WSOP umsteigen. Weil der Sharkboy mal brontalst die Highstakes dominiert. Mit dem Sharkboy am Table wird die Session zur Lehrstunde. Ich skill die alle sowas von weg. Da geht’s mal ganz schnell um komplette Rollz, Alter. Ey Pro ist, wo der Sharkboy ist.

Ihr Lowroller geht jetzt mal ganz geschmeidig auf den Thread und votet für den echten Pro-Blog: BBV – Ballz, Bitches und verdammt skillige Skillz. Ey geht mal gar nicht. Und spart euch euer Mimimi. Wenn ihr was zu sagen habt, dann sagt es mir persönlich im Tablechat, während ich eure Bankroll schrotte. So sieht’s mal aus.

Ende der Ansage
invisiblesharkboy

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