Irgendwann läuft die Beziehung in eingefahrenen Bahnen. Jeder Tag gleicht dem anderen. Ihr habt gemeinsame Freunde, gemeinsame Hobbys, kennt andere Pärchen, mit denen ihr ab und zu irgendwelchen abgrundtief harmlosen Scheiß macht. Alle paar Tage macht ihr euch nackich und rutscht übereinander, ohne irgendwas Neues zu entdecken.
Zeit, Schluss zu machen. Da wird’s wieder spannend. In einer idealen Welt würde man jetzt einfach sagen: Hasipurschel du, irgendwie doof gelaufen. Du gehst mir mittlerweile tierisch auf die Eier. Ich bin dann mal weg du, bevor mich gar keine mehr will.
Und sie würde sagen: Ja tschüss dann. Ruf mal an, wenn du in der Nähe bist. Können wir uns einen antrinken und unverbindlichen Sex haben.
Dann packst du ihre Sachen, rufst ihr ein Taxi, an der Tür sagt ihr euch noch, dass ja nicht alles schlecht gewesen sei, und damit ist die Sache auch schon sauber über die Bühne gebracht.
Das Verschrotten von Beziehungskisten in einer nicht idealen Welt erfordert vor allem Kreativität und genaues Timing. Ihr müsst den richtigen Moment abwarten, nämlich dann, wenn sie den Müll rausbringt. Dann packt ihr ihre Koffer, hängt einen Zettel an die Tür: „Bin umgezogen“, wechselt das Schloss aus, schließt die Gardinen, macht das Licht aus, geht hinterm Sofa in Deckung und wenn die nunmehr Exfreundin an der Tür rüttelt, ruft ihr: „Der Igel wohnt jetzt hier. Geh mal weg du.“
Alternativ könnt ihr auch die sensible Schiene fahren und erklären, dass ihr euch eingeengt fühlt. Ihr braucht euren Freiraum. Ihr fühlt euch viel zu jung für sowas und es ist besser, wenn ihr euch ein Weilchen nicht seht. Dann reicht ihr der Ex ein Taschentuch, packt ihre Koffer, ihr ruft ein Taxi und ist sie weg, spielt ihr auf den Schreck erst mal mit dem Igel eine Runde GTA IV.
Auch ein Vollsuffseitensprung mit der kubanischen Hartz4-Ex und ihrer besten Freundin kann wahre Wunder wirken. Und wenn gar nichts hilft, dann halt die Arschloch-Nummer, bis sie entnervt aufgibt. Völliges Desinteresse zeigen, nur noch GTA IV zocken und eine Igelzucht aufmachen.
Irgendwann ist sie weg und ihr habt wieder ein bisschen Freizeit, z.B. um GTA IV auf 100% hochzuspielen. Im Grunde ganz einfach, aber die Nebenmissionen nerven.



